Wenn nicht, wird der Schallschutz vor allem durch Schalldämmung erreicht, wenn ja, durch Schallabsorption. Deckensysteme und Konstruktionen von Knauf leisten hier einen wertvollen Beitrag.
Die Absorptionsmaterialien in Kombination mit dem System, auf dem sie montiert sind, bilden die akustische Konstruktion, die den Schall absorbiert. Daher ist die absorbierte Schallmenge abhängig von der Einbautiefe der Decke sowie davon, ob der Zwischenraum mit Mineralwolle gefüllt ist oder nicht.
Die Form des Raums bestimmt die Bewegung der Schallwellen im Raum. Die Platzierung von Absorptionsmaterialien sollte entsprechend der Art, in der sich der Schall in diesem speziellen Raum ausbreitet, ermittelt werden, um so die optimale Wirksamkeit der Materialien zu gewährleisten.
Möbelstücke selbst absorbieren Schall. Um eine zu hohe Schallabsorption zu vermeiden, die ebenso wie eine zu geringe Absorption zu akustischem Unbehagen führen kann, muss die Anzahl der Möbelstücke berücksichtigt werden.
Der Verwendungszweck des Raums ist ausschlaggebend für die akustische Umgebung, die geschaffen werden soll. In Räumen für sprachliche Kommunikation, wie in Klassenräumen und Auditorien, ist es wichtig, ein gutes Maß an Schallstreuung zu gewährleisten, wohingegen in Räumen, in denen konzentriert gearbeitet wird, ein hohes Maß an Absorption erforderlich ist.
In einem Klassenzimmer muss das gesprochene Wort mühelos zu verstehen sein. Insbesondere die Konsonanten müssen deutlich zu hören sein, da das Verständnis hiervon abhängt. Störender Lärm muss gedämpft werden, damit Sprachinformationen nicht übertönt oder verfälscht werden. Gute Bedingungen für den Redner sind durch Vorhandensein von Raumklang gegeben. Bei zu starker Schallabsorption ginge die rhetorische Wirkung verloren. Bei zu geringer Schallabsorption würde dagegen die Verständlichkeit erschwert.
Rechteckiger Raum, 50 bis 70 m²
Deckenhöhe max. 3 m
Das Raummaß darf sich nicht dem Verhältnis 1:2 nähern oder dieses übersteigen.
Decke: Akustikmaterialien mit schallabsorbierenden und -streuenden Eigenschaften aber mit ein wenig Reflexion.
Wände: Einsatz von schallabsorbierenden Materialien mit Streucharakteristik.
Sporthallen sprühen nur so vor Leben. Dem müssen auch die akustischen Verhältnisse entsprechen, d. h., die Nachhallzeit muss sehr lang sein.
Sie darf in Sporthallen durchaus lang sein, weil mündliche Anweisungen nur sehr begrenzt vorkommen.
Die lebendige Atmosphäre in einem solchen Raum ist auch wichtiger, als gute Verständigungsmöglichkeiten.
Zusätzlich zur Decke sollten auch an den Wänden akustisch wirksame Flächen angebracht werden. Das liegt daran, dass Schallwellen zum großen Teil nicht auf die Deckenflächen treffen. Durch eine Schallabsorption der Wände wird eine Schallstreuung erzielt, die sonst für große Sporthallen typische Echoeffekte verhindert.
Hier steht die Schalldämpfung ganz obenan, weil die Kommunikation überwiegend über kurze Strecken erfolgt. Allerdings empfiehlt es sich, Räume in kleinere Einheiten zu gliedern bzw. die Kinder in kleinere Gruppen einzuteilen. Dadurch wird der Effekt der Schallabsorption erheblich verbessert.
Das Raumvolumen in Kindergärten ist möglichst stark zu begrenzen, indem nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Deckenhöhe verkleinert wird. Letztere sollte 3 m nicht übersteigen. Schallabsorbierendes Material muss an der Decke und größtenteils auch an den Wänden angebracht werden. An die mechanische Belastbarkeit der schallabsorbierenden Materialien sind darüber hinaus besondere Anforderungen zu stellen. Hierfür eignen sich besonders gut gelochte Schallabsorber aus Gips.
Großraumbüros sind ideal für Beschäftigte, für die bei ihrer Arbeit visueller und verbaler Kontakt wichtig ist. Die vordringlichste akustische Maßnahme ist eine akustische Trennung von Bereichen, wobei das Inventar eine wichtige Rolle spielt.
Elemente mit harten, den Schall reflektierenden Oberflächen, sind zu vermeiden oder ggf. mit schallabsorbierenden Materialien auszustatten. Große Fensterflächen sollten vermieden werden. Alternativ sollten schallabsorbierende oder schallstreuende Materialien auf der gegenüberliegenden Wand angebracht werden.
Ferner sind Trennelemente zwischen den Gruppen vorzusehen, die vom Fußboden bis zur Decke reichen.
Verständlichkeit einer Rede und Rhetorik müssen bei der Konzeption dieser Räume ganz obenan stehen. Ideale akustische Bedingungen sind dann gegeben, wenn sich der Klang im Raum mit sehr wenig Nachhall entfalten kann. Ferner ist eine gute Schallstreuung nötig, damit auch die Konsonanten von den Zuhörern verstanden werden.
Diese Räume sind mit schallreflektierenden Elementen über dem Redner auszustatten. Darüber hinaus muss der Schall abgelenkt werden, damit er bei den Zuhörern ankommt. Auf der hinteren Wand im Raum ist eine schallabsorbierende Fläche anzubringen. Die Decke sollte mit einer Wellenschliffstruktur versehen werden, die verhindert, dass der Schall zum Redner zurückgelenkt wird.
In diesen Räumen müssen alle Geräusche gedämpft werden, die Anlass zu Beunruhigung geben. Das ist nicht immer leicht, da in Krankenhäusern rund um die Uhr zahlreiche Geräusche auftreten, die kaum dazu geeignet sind, dass man Ruhe und Entspannung findet. Was die Akustik betrifft, so ist eine schalldämpfende Trennung die beste Lösung für diese Zimmer.
Rechteckiger Raum, 50 bis 70 m² groß.
Deckenhöhe max. 3 m
Die schallabsorbierende Fläche ist vorzugsweise an der Decke anzubringen. Eine interessante Gestaltung der Decke ist empfehlenswert, weil bettlägerige Patienten den größten Teil der Zeit damit verbringen, an die Decke zu schauen.