Hoch droben über Wien war und ist der Cobenzl eines der beliebtesten Ausflugsziele der Wienerinnen, Wiener und Wien-Gästen. Durch einzigartige Neugestaltung und Sanierung mit Knauf wird die „Weitsicht Cobenzl“ auch in Zukunft ein „Wahrzeichen Wiens“ bleiben.
Mitte September dieses Jahres wurde „Weitsicht Cobenzl“ neu eröffnet: zu diesem Bauprojekt zählen neben dem neuen „Rondell-Café am Cobenzl“, den generalsanierten Gebäuden Schloss Cobenzl und Meierei, dem neu errichteten Panoramagebäude samt unterschiedlicher Flächen für Events auch noch eine Parklandschaft. Der Baumbestand wurde erhalten, zusätzlich wurden über vierzig Bäume und über 9.500 Pflanzen gesetzt. „Mit dem bekannten städtischen Weingut und dem Kinderbauernhof der Stadt zählt der Cobenzl zu den beliebtesten Ausflugszielen der WienerInnen!“, freute sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig: „Jetzt wird er mit einem Highlight und exzellentem gastronomischen Angebot erweitert!“
Insgesamt wurden rund 20 Millionen Euro in das Projekt investiert. 4,1 Millionen € stammen von der Stadt Wien, den großen Rest übernehmen Motto-Gründer Bernd Schlacher und Supernova-Eigentümer Dr. Frank Albert. „Ich bin stolz, einem so traditionsreichen altehrwürdigen Wiener Wahrzeichen wieder neues Leben einzuhauchen und somit einen Beitrag zur Stadterneuerung zu leisten.“, freut sich Schlacher. Dabei gelang es dem Motto-Eigentümer, den Altbestand des Schlosses Cobenzl und der Meierei zu retten, gleichzeitig aber den Neubau des Cafés und des Panoramagebäudes zu integrieren.
Die Gestaltungsidee stammt von der beim Architektur-Wettbewerb 2018 siegreichen Arge Realarchitektur/Berlin und Mostlikely Architecture/ Wien. „Unsere Vision mit der Neugestaltung des Cobenzl Areals ist es, eine zeitlose, elegante Architektur zu schaffen und allen Menschen in Wien einen positiven Ort wieder zurückzugeben.“, fassen der Wiener Architekt Mark Neuner und die schwedische Architektin, Professorin und Dekanin für Architektur an der TU Graz, Petra Peterson, ihr Konzept zusammen.
Die ursprüngliche, charakteristische Rundung des Cafés Rondell wurde auch in dem neuen Baukörper Panoramahaus aufgenommen. Das Café, das früher in Wahrheit wesentlich kleiner war, fungiert als zentraler Anlaufpunkt mit durchgängiger Glasfläche und neu geschaffener öffentlicher, weit geschwungener Aussichtsterrasse.
Daneben im gleichen Rundbaustil wie eine größere, mehrgeschossige Kopie wurde der neue Panoramatrakt inklusive Saal, Bar und Clubraum errichtet. Der neue Panoramatrakt wird von den weitläufigen Terrassen und der eleganten, leichten Konstruktion bestimmt und soll an die die kultige Vergangenheit der Cobenzl Bar anknüpfen.
Auf drei lichtdurchfluteten Ebenen des Panoramagebäudes finden bis zu 520 Gäste in dieser neuen Event-Location on top einen traumhaften Blick auf Wien - untertags genauso wie nachts. Ganz oben in der Galerie (80 qm mit 400 qm Terrasse für in etwa 100 Gäste), im mittleren Stock (auf 250 qm und 600 qm Panoramaloft für 300 Gäste) oder unten im Gartensalon (auf 130 qm für 160 Gäste).
Als Mittelpunkt des eleganten Dreiergespanns erhebt sich das bereits 1908 errichtete Schloss Cobenzl, welches im Kuppelsaal auf 450 qm bis zu 400 Gästen eine stilvolle Bühne für Hochzeiten oder sonstige Events bietet. In der schräg nach hinten versetzten Meierei finden auf 135 qm in zwei Salons weitere 85 Gäste Platz.
Der historische Kuppelsaal wurde mit viel technischem Know-how aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Die 8 Meter hohe Deckenkuppel wurde wieder sichtbar gemacht. Das wahre Ambiente erzeugen jedoch die drei eigens angefertigten Luster mit Durchmessern von fünf bzw. acht Metern. Um diesen leichten, schwebenden Eindruck zu erreichen, wurde sehr viel Augenmerk auf das vor Ort Unsichtbare gelegt: die Küchen, Technikräume, Lager- und Transportflächen, Aufzüge und technische Ausstattung. Diese wurden geschickt in den unten liegenden Räumen angeordnet und somit diese prägnanten, leichten Pavillons ermöglicht.
Ebenso kaum sichtbar und doch funktionell enorm wichtig bilden Knauf Systeme an vielen Ecken die Verbindung zwischen alter und neuer Bausubstanz mit besonderem Fokus auf Brandschutz. Rund 300 Quadratmeter Fireboard 20 mm wurden neben 12.000 Quadratmeter Gipsbauplatten verbaut. Das Bauunternehmen PORR holte das Grazer Trockenbauunternehmen Reinbacher an Bord. Zwischen September 2021 und der Eröffnung 2022 waren bis zu 7 Mitarbeiter ein Jahr lang im Einsatz. „Natürlich machte es uns besonders stolz, bei einem derartigen bekannten Gebäude und beliebtem Ausflugsziel mitzuarbeiten.“, blickt Bauleiter Andrzej Bednarczyk zurück: „Gleichzeitig war es natürlich eine besondere Herausforderung, an diesem historischen Gebäude zu arbeiten und die architektonischen Elemente der 60er und 70er-Jahre zu berücksichtigen.“
In jedem Fall sind alle Beteiligten überzeugt, dass Weitsicht Cobenzl wieder das Ausflugsziel der Wienerinnen und Wiener wird. Denn mittlerweile verkehrt auch die Buslinie an Wochenenden in kürzeren Intervallen.
Neubau Café | 750 m² |
Neubau Panoramatrakt | 1800 m² |
Sanierung Kuppelsaal | 550 m² |
Sanierung Meierei | 680 m² |
Freiraum | 12.000 m² |
Planungszeit | Juli 2018 – September 2022 |
Bauzeit | März 2021 – September 2022 |
Bauherren | Bernd Schlacher (Motto Group) und Frank Albert (Supernova), Bruno-Kreisky-Platz 1, 1220 Wien Jürgen Unger, MBA CMC, Geschäftsführer Motto Group |
Architektur | Arge Realarchitektur- Mostlikely Architecture |
Innenarchitektur | Kroenland in Abstimmung mit Arge Realarchitektur – Mostlikely Architecture als künstlerische Oberleitung |
Landschaftsarchitektur | Arge Realarchitektur – Mostlikely Architecture |
Gartengestaltung | Minichs Gärten |
Technische Generalplanung und örtliche Bauaufsicht | iC Consulenten |
GU Bau | PORR |
Trockenbau | Reinbacher Trockenbau GmbH, Kärntner Straße 81, 8053 Graz, Andrzej Bednarczyk, Mobil: 0664 / 1144206, E-Mail: office@reinbacher.co.at, www.reinbacher.co.at |
Knauf Fachberatung | Michael Jurosek, Tel.: 0664 4212556, Mail: Michael.jurosek@knauf.com |
Fotograf | Peter Kubelka |