Den vom Magazin „Der Spiegel“ in dessen Berichterstattung vom 28. Mai gegen Knauf vorgebrachten Vorwürfen widersprechen wir in aller Deutlichkeit.
Die Geschäftsleitung der Knauf-Gruppe und die Familie Knauf verurteilen den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und weisen jegliche Vorwürfe entschieden zurück, diesen Krieg bzw. die Aufrüstung des russischen Militärs direkt oder indirekt zu unterstützen. Insbesondere widersprechen wir dem Vorwurf, Knauf würde wissentlich den Bau und Betrieb von Nuklearwaffenbasen durch direkte Produktlieferungen unterstützen.
Knauf produziert in vielen Ländern der Welt Baustoffe. Diese Baustoffe dienen vielfältigen zivilen Zwecken und sind weder dafür vorgesehen noch dazu geeignet, Waffensysteme einsatzfähig zu machen bzw. zu halten.
Knauf unterhält keine vertraglichen Beziehungen mit dem russischen Verteidigungsministerium oder mit Behörden, die dem Ministerium unterstehen. Entsprechend verkauft und liefert Knauf auch keine Produkte an solche Stellen.
Russische Tochtergesellschaften von Knauf verkaufen in Russland hergestellte Produkte nahezu ausschließlich an den unabhängigen Baustoffhandel. Die russischen Tochtergesellschaften haben keine Möglichkeit, diese Händler anzuweisen, mit welchen Kunden sie Geschäftsbeziehungen unterhalten dürfen.
Auch den Vorwurf, Knauf hülfe dem russischen Staat aktiv bei der Umgehung von Sanktionen, weisen wir entschieden zurück. Seit Beginn des Krieges verhält sich Knauf strikt sanktionskonform. Wir halten uns jederzeit an Recht und Gesetz und die geltenden Sanktionen.
Zahlungsflüsse zwischen Russland und Deutschland bzw. Drittländern unterliegen ebenso strengen Sanktionen, an die wir uns selbstverständlich halten. Der Knauf-Gruppe fließen seit Bekanntgabe des Rückzugs keine Gewinne aus dem Russlandgeschäft zu.
Im Einklang mit den geltenden Sanktionen, denen Knauf streng folgt, werden seit Jahren keine Waren mehr aus Russland in die EU exportiert bzw. von dort nach Russland importiert. Konsequenz ist, dass die russischen Tochtergesellschaften sämtliche Produkte für den lokalen Markt eigenständig herstellen müssen.
Wir arbeiten weiterhin intensiv am im April 2024 angekündigten Rückzug aus Russland. Unsere Gespräche dazu sind inzwischen bereits weit fortgeschritten. Aber noch ist es zu früh, Vollzug zu melden. Das Verfahren, in das verschiedene zuständige Behörden einbezogen sind, ist regulatorisch hoch komplex und erfordert diverse und recht langwierige Genehmigungen in verschiedenen Jurisdiktionen. Die noch laufenden Gespräche unterliegen daher der Vertraulichkeit und wir können weitere Details dazu jetzt noch nicht offenlegen.
Knauf produziert und investiert erheblich in der Ukraine, um das vom Krieg gebeutelte Land bei der Erhaltung seiner Infrastruktur zu unterstützen. Im bestehenden Werk in Kiew beschäftigt Knauf bereits rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Westen des Landes (Stadt Borshchiv/Region Ternopil) hat Knauf mit dem Bau von zwei neuen Werken begonnen, ein Gipsputzwerk und ein Gipsplattenwerk. Das Gipsputzwerk soll in diesem Jahr in Betrieb gehen, die Inbetriebnahme des Gipsplattenwerks ist für 2027 geplant. Insgesamt investieren wir in der Region 150 Mio. Euro und schaffen damit zahlreiche neue Arbeitsplätze.
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