Wenn zwei Wandschichten die Außenhaut eines Gebäudes bilden, übernehmen diese jeweils unterschiedliche Funktionen. Die so genannte Innenschale trägt die Konstruktion. Die Außenschale bildet die oft dekorative Schutzschicht vor Schlagregen und anderen Witterungseinflüssen. Bis tief in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde bewusst eine Luftschicht zwischen den Schalen gelassen. Man nahm an, dass die Luft im inneren der Wand ruht und damit eine dämmende Wirkung entfaltet. Heute weiß man, dass die Luft im nicht gedämmten Hohlraum keineswegs ruht und nicht sonderlich zur Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt.
Im Neubau ist es daher Standard, dass der Raum zwischen Innen- und Außenschale gedämmt und damit effektiv für den Wärmeschutz genutzt wird. Hier kommen Dämmplatten oder -rollen zum Einsatz, die angebracht werden, bevor die Außenschale gemauert wird.
① Innenschale
② Kerndämmrolle TI-KD 435
③ Dübelanker
④ Außenschale
Im Bestand hat sich eine andere Methode etabliert, um den leeren Raum zwischen den Schichten zu dämmen, ohne die Außenhaut zerstören oder verkleiden zu müssen. Mit Hilfe von Einblasmaschinen werden lose Dämmstoffe wie Supafil® Cavity Wall durch kleine Löcher in die Hohlräume geblasen, die sich selbstständig zu einer wirkungsvollen Dämmschicht verdichten.
① Innenschale
② Einblasdämmung Supafil® Cavity Wall
④ Außenschale
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